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Soundtrack des Winters

Ich liebe es unglaublich diese Beiträge zu tippen. Und irgendwie haben sich diese Soundtrack Beiträge mit der Zeit so eingeschlichen und sind fast zu einer Tradition geworden. Ich habe beschlossen, alle paar Monate so einen Beitrag zu verfassen. Weil ich es liebe. Und weil ihr mich so oft nach Musik-Tipps fragt. Ich will nicht viel schreiben. Hier sind 10 Songs, die diesen Winter bei mir rauf und runter liefen und mit denen ich etwas verbinde.

After the fall – Kodaline

Schlaflose Nächte ende 2017. Mondschein und mein altes Zimmer. Unausgepackte Kartons. Zugfahrten im Regen. Die Hoffnung auf eine bessere Zeit. Das Lied ist so schön und die Zeit, die ich damit verbinde einerseits auch aber andererseits auch wirklich nervenaufreibend.

Millionen Liebeslieder – SDP

Sprachnachrichten, die weit über 10 Minuten gehen. Stau und Stadtverkehr. Herbststürme. Späte Telefonate im Auto. Heruntergeschriebene Gedanken.

Live forever – Oasis

Der richtige Song zur richtigen Zeit. Ein Cover von jemandem, was mich genau im richtigen Moment erreicht hat. Es erreichte mich an einem Freitag. Besser gesagt am 15. Dezember. Ich stand gegen 17 Uhr in der völlig überfüllten U-Bahn. Ich hörte es einmal und dann noch ein zweites Mal. Es war so ein „Oh-mein-Gott-Moment“ und irgendwie passte alles und mir wurde plötzlich so einiges klar. Von dem Moment an würde ich den Dezember zu einem der schönsten Monate im letzten Jahr zählen.

Champagne Supernova – Oasis

Ich habe es zwar schon in meinem Soundtrack des Jahres 2017 stehen, aber es muss hier noch einmal rein. Er ist immer noch einer der schönsten Songs, die ich kenne und irgendwie auch ein bisschen der Anfang von allem. Ich werde ihn immer mit so vielen schönen Tagen, Abenden und Momenten verbinden.

Tiny Dancer – Elton John

Trauer, Wut, Zerrissenheit, Angst, Verzweiflung, Geborgenheit, unendliches Glück und vor allem so viel Neues gleichzeitig. Es ist ein Song, bei dem mich die Erinnerungen zum Weinen bringen können, wenn ich es zulassen würde aber vor Freude, weil alles besser wurde bis es letztendlich perfekt war.

Soundcheck – Catfish and the Bottlemen 

Autobahnen. Eigentlich verbinde ich mit diesem Song nur eine ganz bestimmte Autobahnfahrt.

Me, Myself & I – G-Easy 

Es ist der Song, welchen ich von 2 bis 4 Uhr nachts auf Dauerschleife gehört habe, als es mir ziemlich schlecht ging und nichts mehr half. So laut, dass ich irgendwann ein Summen im Ohr hatte. Danach habe ich mir ein paar Minuten eher sorgen um mein Trommelfell gemacht, als um die eigentliche Sache. Es ist ein Song, bei dem irgendwie alles ein Stück besser wird, auch wenn es eigentlich nicht besser werden kann.

If I had a gun – Noel Gallagher 

Die schlimmsten 24 Stunden meines Lebens. Ja, es gibt einen Tag, der inzwischen den schlimmsten Tag meines Lebens toppen kann und das war der 27. Februar. Es war die Nacht nach meinem G-Easy Marathon. Ich schwänzte Schule und weiß nicht mehr, was ich auf der Arbeit gemacht habe. Brachte die schlimmste Bahnfahrt meines Lebens hinter mich und hörte dabei diesen Song auf Dauerschleife. Eigentlich ist er zu schön, um so ein Erlebnis damit zu verbinden.

Heart-Shaped Box – Nirvana

Viel zu viel Wein und der erste Kater nach zwei Jahren. Ausfallende Züge auf einem Sonntag um 23 Uhr. Allgemein viele Abende und Nächte, die ich nicht Zuhause verbrachte. Rosane Toiletten. Pfandflaschen. Leben und vor allem ausleben. Meine personalisierte Heart-Shaped Box und außerdem macht sich Kurt seit ein paar Tagen wunderbar an meiner Wand.

Chinatown – Liam Gallagher 

Nächtliche Zigaretten auf dem Balkon und ein schlafendes Hamburg. Bücher von Flughäfen und mit DM Preisen und ungewollte Besuche nachts alleine in der Notaufnahme.

19 Kommentare

  1. Hatte irgendwie Gänsehaut beim Lesen deines Posts…weiß auch nicht woher das kam…wahrscheinlich weil es einfach unglaublich ist, wie Songs uns manchmal genau wieder das spüren lassen, was wir in einem anderen Moment gespürt haben.
    Tolle Songs auf jeden Fall!
    Alles Liebe
    X

  2. Toller Post, die Idee ist wirklich schön! Ich verbinde auch sehr oft Lieder mit Ereignissen und/oder Personen. Es fasziniert mich, welche Gefühle manche Songs so völlig aus dem Nichts hervor rufen können – manchmal gute, manchmal schlechte. Freue mich schon auf weitere Beiträge dieser Art!
    Ich musste sofort Tiny Dancer abspielen und mitsingen! 😀
    Liebste Grüße, Nina 🙂

  3. Ein echt super Beitrag! In diesem Monat habe ich auch gemerkt, dass Musik so eine große "Rolle" in meinem Leben spielt, denn diese lässt mich manchmal von einer Minute auf die andere sich besser fühlen. Schon seit dem ich 7 Jahre bin, bin ich musikalisch unterwegs, aber habe es nie groß aufgezogen, sondern einfach damit gelebt und im letzten Jahr habe ich die Musik, ohne einem bestimmten Grund, einfach zur Seite gestellt, was nicht äußerst schlag war, denn dieses Jahr höre ich so gut, wie jede freie Minute Musik. Es mag auch komisch klingen, aber ich verbinde eine Playlist, die ich im Jahr 2015 mit meiner besten Freundin erstellt habe an mein Party Jahr, die beste Musik zum feiern bzw. einfach mal tanzen und die Musik spüren. Und in der letzten Woche habe ich Musik gefunden, wenn ich das so sagen kann, bei der ich mich sooo gut konzentrieren kann, dass es echt beängstigend ist.
    Und ich danke dir auch für den Beitrag, denn ich habe das ein oder andere Lied gefunden, dass ich schon mal gehört habe, aber nicht wusste, wie es heißt 🙂

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende,
    magdaeva von https://lifestylemeetsmagdaeva.blogspot.de/

  4. Ich weiß, was du mit deinen Worten meinst. Ich war 2016 fast ohne Musik, was für mich auch ganz neu war, da Musik schon immer einen riesen Teil meines Lebens eingenommen hat.
    Und ich habe auch solche Playlists. Ich erstelle alle paar Monate neue auf Spotify und benenne sie nach den Monaten, damit ich mich Jahre später noch genau an die Ereignisse mit den Songs in Verbindung erinnern kann und sie so auch wieder aufleben lassen kann, haha. Völlig bescheuert eigentlich.

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