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Life Update #1

Es ist 01:15 Uhr, Montagnacht. Ich gehe im Moment sehr selten vor 02:00 Uhr schlafen und ich liebe es. Ich frage mich, wann ich zum Nachtmenschen geworden bin. Nachts scheint alles schöner zu sein. Friedlicher. Nachts finden die besten Gespräche statt, nachts bin ich am kreativsten und manchmal auch am produktivsten. Ich komme immer um 23:30 Uhr nach Hause und oft lerne ich noch bis 00:30 Uhr. Manchmal liebe ich es. Es mag komisch klingen, aber dies sind oft die schönste Tage. Manchmal hasse ich es aber auch. Heute liebe ich es. Heute ist eine der letzten Nächte in meinem Zimmer. Fast drei Monate habe ich jetzt hier wieder gewohnt. Bei meinen Eltern. In dem Zimmer, wo ich groß geworden bin. Es war nur eine Zwischenstation. Ich bin nie wieder richtig eingezogen. Es ist jetzt mein zweiter Auszug von Zuhause nur dieses Mal ist es anders. Dieses Mal weiß ich, dass ich nie mehr auf mein Dorf zurückkehren werde. Dieses Mal ist alles endgültig. Dieses Mal fühlt es sich richtig an.



Was mich beschäftigt
Ich weiß nicht genau, was es ist. Was mich im Moment so durch die Tage schweben lässt. Meine letzte Woche hatte 68 Stunden. Das neue Jahr kann zur Zeit nicht stressiger starten. Ohne mein Notizbuch hätte ich schon längst den Überblick verloren und die Hälfte aller Termine vergessen. Trotzdem habe ich dieses Gefühl von Leichtigkeit. Ich komme nach einem 16 oder 18 Stunden Tag nach Hause, bin zwar müde aber unglaublich glücklich. Endlich wieder, nachdem die letzten drei Monate nicht so super waren.
Vielleicht kommt diese Leichtigkeit von dem Gefühl, endlich angekommen zu sein. Vielleicht sind es die Guten-Morgen-Nachrichten, die mich neuerdings immer öfter erreichen und zum Grinsen bringen. Vielleicht ist es das Gefühl von Sicherheit, was sich inzwischen eingeschlichen hat. Vielleicht ist es auch einfach eine Mischung aus allem.

Genauso wenig weiß ich, wo ich gerade anfangen soll. Jetzt heißt es: Tschüss Dorfleben, hallo Hamburg.  H A M B U R G. Das muss ich immer noch sacken lassen. Nachdem ich mich damit abgefunden habe, dass Berlin noch ein paar Jahre auf mich warten muss, war mein nächstes Ziel und auch irgendwo mein Traum, in Hamburg zu leben. Ich meine, Hamburg ist die zweit schönste Stadt Deutschlands. Ich wusste, dass ich dies eines Tages umsetzen werde. Ich habe allerdings vor ein paar Monaten noch nicht einmal gewusst, dass ich so schnell meinen Traum leben kann. Alles kam auf einmal so plötzlich, dass ich es selbst noch nicht realisiere. Fast alle meiner Sachen sind schon in meiner Wohnung und warten nur noch auf mich. Zur Zeit bin ich am planen, organisieren, packen, ummelden und muss dabei aufpassen, nichts zu vergessen. Ich bin froh, dass dieser Umzug lange nicht so schrecklich ist, wie mein Letzter. Eigentlich ist er überhaupt nicht schrecklich. Trotzdem hoffe ich sehr, dass ich bis 2020 nicht mehr umziehen muss. Nebenbei frage ich mich noch, wann ich so erwachsen geworden bin. Seit wann freue ich mich darauf, alleine in einer Wohnung zu wohnen? Seit wann bekomme ich alles selbst total gut geregelt? Wann habe ich aufgehört mich unwohl zu fühlen, wenn ich alleine bin?

 
Gehört

Geplant
Seit ungefähr einer Woche habe ich Karten für Noel Gallagher, der im April nach Hamburg kommt. Es war alles ziemlich spontan, als mich ein Freund fragte, ob ich mit ihm hingehen möchte. Es war gar keine Frage. Klar wollte ich. Gesagt, getan. Ein paar Tage darauf kamen die Karten und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich freue.
Sonst steht für die nächsten Wochen nicht viel an. Ich bin froh, dass ich mit der Klausurenphase durch bin und 1 1/2 Wochen Zeit habe, mich in meiner neuen Umgebung einzuleben, bevor es im Februar wieder richtig ans Arbeiten neben der Schule geht.

25 Kommentare

  1. Ja, das mache ich auch bei jedem Umzug. Aber zuhause liegt dann doch immer mehr Zeug rum als man denkt. Wird sich vielleicht ändern, wenn ich endgültig ausziehe.
    Es freut mich das du so glücklich und zufrieden mit deiner Entscheidung bist.

    Liebe Grüße
    Anneke von herzballon

  2. Oh meine Liebe, das tut mir leid. Aber irgendwie macht das einen auch stärker, wenn man sowas durchmacht. Zum Glück hat man seine Eltern 🙂 Ist echt ein schönes Gefühl, wenn man weiß, dass sie immer hinter einen stehen.
    Und du ziehst nach Hamburg? 🙂 Wünsche dir auf jeden Fall nur das beste und ist wahrscheinlich auch schön aus der Heimat auszubrechen. Ich musste nach der Trennung auch am besten weg!
    Jetzt stehen aber so viele Möglichkeiten vor einem, was ich auch schön fand. Und es kam etwas besseres nach 😉 Bei dir bestimmt auch ♥

  3. Ich glaube für die Menschen, die schon die eine oder andere Reise geplant haben, ist es selbstverständlich. Doch gerade wenn man seine allererste eigene Reise plant, ist so ein kleiner Post vielleicht hilfreich.

    Liebe Grüße
    Anneke von herzballon

  4. Das hört sich echt toll an 🙂 Freut mich, dass es bei dir momentan so gut läuft!
    Ich bin gerade auf der Suche nach dem was mich so glücklich machen kann. Was mich auch so erfüllt dass ich noch bis in die Nacht hineinlerne. Ich bin auch ein Nachtmensch und liebe es wenn ich die Nächte richtig ausleben kann 😀

    Viel Erfolg in Hamburg!

    Liebe Grüße,
    Maya von M a y a n a m o

  5. Ich liebe es auch, in der Nacht zu arbeiten. Eben weil alles so ruhig ist, niemand stört und man sich voll und ganz konzentrieren kann. Am liebsten stehe ich hierfür so früh auf, dass ich um 5 Uhr am Schreibtisch sitze – herrlich, vor allem im Sommer, wenn es morgens noch schön kühl ist 🙂

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