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Die Sache mit dem Glücklich sein & 6 Tipps um glücklicher zu werden

Es ist Donnerstag, der 11.05, ich habe mein kleines blaues Notzizbuch auf dem Schoß und schreibe schon einmal diesen Blogeintrag für Samstag vor. Heute habe ich bis 14 Uhr gearbeitet und schon als ich heute Morgen aufgestanden bin und die Sonne bereits aufging wusste ich, dass dieser Tag nur gut werden kann. Nach der Arbeit beschloss ich aufgrund des guten Wetters ausnahmsweise auf Sport zu verzichten und mir bei Edeka schnell eine Melone rauszuholen, damit ich sie später auf dem Balkon, in der Sonne essen kann. Aus der Melone wurde eine Ananas, von der ich schnell ein Foto schoss, was ich bei Instagram hochlud und darunter ein ich bin so glücklich Text schrieb. Aber blicken wir mal ein Jahr zurück.

posti5

Mai 2016
Ich bin gerade von zu Hause ausgezogen und mein wohl schrecklichster Tag seit ungefähr fünf Jahren lag auch noch nicht weit zurück. Ich fühlte mich alles andere als wohl in meiner Wohnung, sowie in der Gegend, in die ich gezogen bin. Vermisste allgemein das Gefühl zu Hause zu sein. Irgendwo anzukommen und sich einfach wohl zu fühlen.
Ich stand kurz vor meiner praktischen Abschlussprüfung, habe schon damit abgeschlossen, dass ich durchfallen werde (was ich letztendlich zum Glück nicht tat) und versuchte mir krampfhaft einzureden, dass dieser Beruf der Richtige für mich sei und ich ihn mögen würde. Allgemein war ich nicht zufrieden. Weder mit mir, noch mit dem was ich tat, oder wofür ich mich entschieden hatte. Ich will es ganz vorsichtig ausdrücken, aber ich glaube, dass das letzte Jahr das wohl unschönste meines Lebens war. Ich hatte das Gefühl, ein Leben zu leben, was nicht meins ist und zu einem Mensch geworden zu sein, der ich nicht bin.
Wenn man verlernt, wie man richtig lacht und wenn man nicht mehr weiß, wie sich das Gefühl glücklich sein anfühlt, dann sollte man schnellstens etwas ändern!

posti5

Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke und dabei bedenke, dass ich gerade überglücklich auf dem Balkon sitze, ein bisschen blinzeln muss, während ich meine Gedanken aufschreibe, weil die Sonne mich blendet und ich mir gerade keine schönere Zeit, die ich im Moment erlebe vorstellen kann, kann ich kaum glauben, dass alles vor einem Jahr noch so anders aussah.
Was ich gemerkt habe ist, dass glücklich sein eine Lebenseinstellung ist. Wenn man beschließt, dass man glücklich sein will und dafür ein bisschen etwas tut, dann wird man es auch. Zwar nicht von heute auf morgen, aber in ein paar Monaten vielleicht.
Und ich denke, dass es vielen von euch jetzt so geht, wie es mir noch vor einem Jahr ging, deshalb will ich ein paar Punkte niederschreiben, die mir dabei geholfen glücklich zu werden.
1. Reflektieren
Das ist für mich der wichtigste Punkt gewesen. Setzt euch hin und überlegt, oder schreibt
meinetwegen auch auf, was euch an eurem Leben gerade gefällt und was euch daran hindert, dass
ihr glücklich sein könnt. Manchmal sind es Menschen, manchmal die Arbeit, manchmal auch
etwas ganz anderes. Egal was es ist, ändert es.
2. Kleine Momente genießen
      Auch wenn es nur eine lustige oder nette Nachricht ist, eine nette Geste von einer Person,
oder ein lauer Sommerabend, völlig egal was. Meistens sind es die kleinen Momente, die
am Schönsten sind. Der vorige Post ist das perfekte Beispiel dafür.
 3. Sport
Ich will euch nichts erzählen, aber ich bin der Meinung, dass Sport glücklich macht. Eine Stunde
Cardio mit der richtige Musik und ich fühle mich gut und bin glücklich. Außerdem bekommt
man dann seinen Kopf frei und manchmal auch wirklich gute Ideen.
4. Sich nicht über Dinge aufregen, die man nicht ändern kann
    Verspätete Bahnen sind da immer mein Lieblingsbeispiel, oder Stau. Macht euch lieber gute Musik
an und lacht andere Autofahrer (natürlich nur so, dass es sie es nicht mitbekommen) aus, oder nutzt
diese Situation für irgendwas anderes.
5. Musik
Lorde – green light, Fink – looking too closely, Oh Wonder – all we do
Drei der schönsten Lieder, die ich kenne und mich immer glücklich machen
6. Über die kleinen Dinge freuen
Da reicht an manchen Tagen nur eine Melone, oder Ananas.
Heute war es z.B. auch der Mops von unseren Nachbarn.

33 Kommentare

  1. Hachja, ich hatte so ähnliche Gefühle als ich von zu Hause ausgezogen bin. Irgendwie war da auch plötzlich alles auf den Kopf gestellt, so viel veränderte sich und ich wusste gar nicht mehr, was ich wirklich will. Ein Glück konnte ich die selben Erfahrungen sammeln wie du: Glücklich sein ist eine Einstellungssache!
    Das Reflektieren war dabei die wichtigste Sache überhaupt. Ich habe gemerkt, wie viele grundlos negative GEdanken ich habe und dass ich die meisten Sachen ändern kann, die mich stören!

    Auch Sport hilft, und das hätte ich wirklich nie gedacht wo ich es früher so gehasst habe.

    Liebste Grüße, genieße den Tag!:)
    Alina

  2. Hallo meine liebe, herzlichen Dank für deine lieben Worte. Ich habe mich sehr gefreut.
    tolle Punkte, ich würde noch hinzufügen. Im jetzt zu leben. Hast du das Buch Bewusstsein schon gelesn¿kann ich nur empfehlen freue mich auf mehr.
    Wir haben Neuseeland den Rücken gekehr und sind nun schon seid zwei Wochen in Indonesien, schau doch noch mal vorbei. Küsse aus Indonesien, laura 🙂

  3. Was für ein wundervoller Beitrag <3 Ich bin wirklich begeistert.
    Glücklich sein ist so wichtig und kann eigentlich ganz leicht sein. Manchmal brauchen wir aber einfach einen kleinen Anstupser in die richtige Richtung <3
    Hab einen wunderschönen Sonntag <3
    Liebste Grüße
    Sassi

  4. Der Beitrag hat mir sehr gut gefallen! 🙂 Ich bin auch im September erst von Zuhause ausgezogen. Anfangs war ich auch nicht glücklich mit der Situation, aber die Situation zuhause war auch nicht mehr auszuhalten.. ich glaube das Gefühl sich irgendwo zuhause zu fühlen braucht einfach seine Zeit (und ganz viele IKEA Besuche). Ich versuche immer die kleinen und schönen Momente zu genießen, das macht eine Menge aus. Sei es nur der Kaffee, den man sich morgens auf dem Weg zur Arbeit holt 🙂
    Liebe Grüße
    Julia
    http://www.aboutjulia.de

  5. Ein wirklich sehr schöner Post, freut mich, dass ich auf deinen Blog gestoßen bin! Ich möchte demnächst auch einen Beitrag darüber schreiben, was mich glücklich macht. Gerade die kleinen Dinge, wie z.B. ein schön sonniger Tag oder ein richtig leckerer Kaffee können mich schon glücklich machen. Wir lassen uns nur viel zu schnell von den negativen Sachen runterziehen.
    Hab einen tollen Dienstag! <3

    http://keepcalmandeatmorecake.blogspot.de

  6. Ich glaube, dass es ganz normal ist, wenn man von zu Hause auszieht. Alles ist erst einmal Neu und man ist auf sich alleine gestellt.

    Oh ja, man macht sich wirklich so oft grundlos negative Gedanken!

  7. Ich glaube so eine Phase kennt jeder mal. Ich hatte sie während einer Zeit als ich krank war bzw. dann völlig überraschend danach (als ich krank war, dachte ich, dass ich nur gesund werden müsste um wieder zu frieden zu sein und habe dann festgestellt, dass lange Kranksein ganz schön Auswirkungen auf einen hat). Es kommt dann wirklich drauf an sich wieder auf die kleinen Dinge im Leben zu konzentrieren. Und diese zu schätzen zu wissen. Und Sport hilft auch. Auch wenn ich unsportlich bin und eigentlich nicht gerne welchen mache, aber für ein besseres Körpergefühl hat's mir trotzdem sehr, sehr geholfen!

    http://www.blog.christinepolz.com

  8. Ah und noch was vergessen:
    haha, das mit den Barhockern ist echt so eine Sache. Ich bin eh schon so klein, dass das rauf und runterkommen echt ausarten kann. Elegant sieht das dann so oder so nicht mehr aus!

    Ich habe von Deutschland bisher halt vor allem die Großstädte gesehen. Und da ich direkt an den Alpen aufgewachsen bin bzw. wohne dachte ich auch immer, dass mich wenig Natur in Deutschland mehr faszinieren könnte als die Berge. Aber es gibt echt auch hier noch vieles zu entdecken!

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