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Der Soundtrack meines Sommers II

Ich schreibe diesen Beitrag am Freitagabend. Dieser zweite Teil zum Soundtrack meines Sommers soll mein letzter Beitrag zu diesem Sommer sein, auch wenn ich mir wünschte, dass er nie endet. Ich werde zu den Songs, genau wie bei meinem ersten Teil nicht sonderlich viel schreiben.
Vor gut einer Stunde habe ich die Wohnungstür aufgeschlossen und meinen Beutel in die Ecke geworfen. Ich bin mehr als glücklich, dass jetzt Wochenende ist. Es passiert gerade ziemlich viel und mein Kopf ist immer noch etwas durcheinander von allem. Am Sonntag konnte ich keinen klaren Gedanken mehr fassen, am Dienstag bin ich fast durchgedreht und Donnerstag ging alles wieder ein bisschen Bergauf. Diese Woche habe ich auf jeden Fall gespürt, dass gar nichts offensichtliches passieren muss, damit die eigenen Gedanken und Gefühle einen völlig umhauen, sodass man nicht mehr schlafen oder essen kann. Außerdem weiß ich nun, dass nicht alle Dinge, von denen man weiß, dass sie zu 100% falsch sind, sich auch so anfühlen. Manches fühlt sich so gut an, dass man es nicht lassen kann, obwohl man es sollte. Und vielleicht ist es auch gut so.

Soundtrack meines Sommers 2 01

IMAGINE DRAGONS – THUNDER

Unwetter in Berlin. Engländer im Fahrstuhl. Lachen und Witze machen, die keine sind. Regen. Hurricane.
COLDPLAY – EVERGLOW

Warme Sommernächte auf dem Balkon. Schönstes Lied überhaupt.
CRO – HI KIDS

Eigentlich mag ich Cro nicht. Eigentlich. Eigentlich ist dieses Lied aber auch kult. Es ist der Grund, warum ich mir sein Konzert auf dem Deichbrand angeschaut habe. Allein, dass du den kompletten Text auswendig kannst! Beifall jubeln und sich dabei zum Affen machen. Sich noch einmal wie 15 fühlen. Immer komplett ausrasten, wenn dieses Lied kommt.
THE TEMPER TRAP – SWEET DISPOSITION 

Ein schöner Tag mit der besten Freundin. Viel Regen und am Abend die Sonne. Sonnenuntergang aus der Bahn. Eine Kiste voller Melonen. Ein unglaubliches Gefühl von Glück und Dankbarkeit. Die Gewissheit, alles richtig gemacht zu haben. Dauergrinsen bis der Kiefer schmerzt.
 
THE SHINS – NEW SLANG

Sonnenuntergang von meinem alten Zimmer aus, wie ich es mit 13 schon immer tat.

 
LUIS FONSI – DESPACITO

Ein unglaublich nervendes Lied, was ich eigentlich nicht mag, aber trotzdem hierhin muss. Für mich singt es Enrique.
 
RIN – BROS

„Und sie frägt und sie frägt: Kommst du heute noch zu mir nach Hause mit?“, „Bin über 18 und mach, was ich mach.“ Eine schlammige Wiese und dreckige Schuhe. Mit dem Cabrio durch Hamburg. Warme Sommertage und ein nicht endender Ohrwurm.
AJR – WEAK

Der schrecklichste Tag meines Lebens Nr. 2. Wut und Verzweiflung. Durst und durchdrehen. Ein knurrender Magen. Blutende Hände. Einfach wegrennen, sich deshalb freuen und aus Vernunft doch wiederkommen. Zwischenzeitlich innerlich alle auslachen und hinter Regale verstecken. Netflix. Verzweiflungsnachrichten und Hilferufe.
 
GRIZFOLK – VAGABONDS

Sommerwochenende in Berlin. Sport am Potsdamer Platz. U8. Café Lux. Das beste Wochenende. Glücklich sein, weil dieses Mal alle Umstände anders sind. Cabrio. Sonnenuntergänge am Hackeschen Markt. Michael Scofield und Francis.

OASIS – WONDERWALL

Ich hasse dieses Lied. Und ich liebe es auch. Eigentlich beschrieb es immer den Sommer im Jahr 2010. Aber jetzt ist da noch dieses Jahr dazugekommen. Es gibt Phasen, da ertrage ich es nicht. Da höre ich es monatelang kein einziges Mal. Einfach weil ich es nicht kann. Und dann gibt es auch wieder Phasen, da höre ich es wochenlang auf Dauerschleife. Und wenn ich Dauerschleife schreibe, dann meine ich Dauerschleife. Nur dieses Lied. Vielleicht noch ein zweites dazwischen. Es gibt kein Lied, was ich so zelebriere und welches mich so aus dem Konzept bringen kann wie dieses.

18 Kommentare

  1. Wenn Wochenende ist, geht bei mir die Laune auch immer schlagartig nach oben ;). Ich glaube, dass kennen wir alle nur zu gut. Übrigens tolle Playlist "Thunder" mag ich mittlerweile auch, obwohl ich das am Anfang erst nervend fand, aber mit manchen Liedern brauch ich einfach etwas länger, bis sie mir gefallen. "Weak" höre ich dagegen richtig oft, da mag ich auch den Text und dessen Aussage. Und "Wonderwall" ist halt ein absoluter Klassiker.

    Übrigens ist deine Vorstellung bei mir gestern Abend online gegangen ;).

  2. Bei deinem vorletzten und letzten Satz aus deinem Text, ist mir ein Zitat eingefallen, das ich gestern gelesen habe und zwar: "Erfolgreiche Menschen haben erheblich mehr Fehler gemacht, als der Durchschnitt."- Bodo Schäfer. Also, wenn du erfolgreich sein möchtest (für dich in deinem eigenen Sinne), dann ist gar nicht mal so schlecht Fehler zu machen 😉

    Ich wünsche dir noch eine schöne Woche!
    Liebe Grüße,
    magdaeva von https://lifestylemeetsmagdaeva.blogspot.de/

  3. Dieser Post macht mich ganz nostalgisch – vor allem deinen Kommentar zu "Hi Kids" kann ich wirklich gut nachvollziehen. Ich habe ein paar richtig bescheuerte Lieder in meinen Playlists, die mich einfach an vergangene Zeiten oder bestimmte Menschen erinnern.

    Noch ein Wort zu deinem Text: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich manche falsche Sachen am Ende doch als richtig herausgestellt haben. Und selbst wenn nicht, ich habe gelernt, auch Fehler nicht zu bereuen, meistens lerne ich daraus und alles, was sich gut anfühlt, kann immerhin eine tolle Erinnerung sein.

    Alles Liebe!
    Marianne

  4. Liebe Anna,
    dass Dinge falsch sind, obwohl sie sich so gut anfühlen habe ich glaube auch schon erlebt, wenn ich so zurückblicke..
    Und Cro ist für mich einfach meine ,,Jugendzeit", besonders Hi Kids, easy und du.
    Diese Hassliebe zu Liedern kenne ich gut, wonderwall zählt da bei mir zufälligerweise auch mit rein, ich habe da einige solcher songs. Ich will sie einfach nicht vom Handy löschen, auch wenn ich sie, wie du schreibst teilweise wochenlang nicht hören kann. Und dann geht es plötzlich wieder und man lässt sich voll in die Erinnerung reinfallen, die man mit dem song verbindet.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!:)
    https://soulstories-amandalea.blogspot.de

  5. Vielen Dank für dein Kommentar! 🙂
    Ich habe auch so viele total dumme Lieder in meiner Playlist, die ich trotzdem liebe. Da ist Hi Kids auch nur eins von vielen, haha.

    Von deiner Einstellung, die du hast gegenüber den Fehlern muss ich mir wohl mal eine Scheibe abschneiden. 🙂

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